Veröffentlichungen

Jetzt wird’s Ernst!

- Kein Abriss des Ernst-Thälmann-Denkmals.
- Keine Bebauung des Thälmann-Park-Areals.
- Keine Mieterhöhung.

Am Samstag den 15.06.2013 um 13:30 Uhr wollendie neoliberalen Totalitarismusfans der JuLis- Nord-Berlin, mit einer symbolischen Sprengung den Abriss des Thälmann-Denkmals fordern. Wenn es nach den Wünschen der Jung Liberalen geht, soll die Stelle an der derzeit das Denkmal steht begrünt oder bebaut werden. Die JuLis holen mit ihrer Aktion am 15. Juni eine Forderungen aus der Mottenkiste, die seit 1993 immer wieder von antikommunistischen Kreisen gefordert wird.

Dabei wird weniger auf das reale Leben und Wirken Ernst Thälmanns eingegangen als auf dessen heroische Überzeichnung zu DDR-Zeiten. In der Tradition altbackener Totalitarismus-Theorien werden mit der Aktion, die unglaublichen Verbrechen des Nationalsozialismus mit den stalinistischen Gulags gleichgesetzt.

Rund um den Thälmann-Park sind derzeit Townhouses, Privatwohnungen und ähnliches in Planung. Somit wird mit der Bebauung des Thälmann-Park -Areals eine der letzten nicht gentrifizierten „Freiflächen“ von der neoliberalen Stadtpolitik erschlossen. Im Zuge der Bebauungspläne wurde vor wenigen Monaten auch wieder die Forderung nach Abriss des Ernst-Thälmann-Denkmals laut, um dort hochpreisige Wohneinheiten zu errichten.

Die Aktion der JuLis verbindet somit antikommunistische Geschichtsklitterung mit den Interessen eines neoliberalen Umbaus der Stadt. Um sich nicht die Entsorgung des Widerstandes gegen den Nationalsozialismus vorwerfen lassen zu müssen, fordern die JuLis die Umbenennung des Parks in Ella-Kay-Park.

Thälmann war Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus und wurde in Folge dessen im Konzentrationslager Buchenwald ermordet. Wir Gedenken dem antifaschistischen Widerstand Ernst Thälmanns gegen Nationalsozialismus und unterscheiden nicht in gute und schlechte Antifaschist*innen.

Diese geschichtsrevisionistische Aktion gilt es zu verhindern!
Einen Finger kann man brechen aber fünf Finger sind eine Faust!

15.06.2013 | 13:30 Uhr | Ernst-Thälmann-Denkmal (Prenzlauer Berg)

Afa-Cafe “Kurdistan”

Antifa-Cafe in Juni:
26. Juni | 20 Uhr | Bunte Kuh

Auch im Juni werden wir wieder unser Antifa-Cafe in der Bunten Kuh machen. Thema diesmal: Kudistan.

Der Historiker, Journalist und Autor Nikolaus Brauns wird über die aktuellen Entwicklungen in der Türkei berichten. Schwerpunkt sind dabei die politschen Entwicklungen die sich aus dem Rückzug der bewaffneten Truppen der PKK aus den türkischen Gebieten ergeben, aber auch die aktuellen Proteste gegen die Bebauung des Gezi-Parks, die sich zu einem Aufstand gegen die Regierung Erdogans entwickelt haben werden thematisiert.

Wut und Trauer zu Widerstand – im Gedenken an Clément Méric und all die anderen

Gedenkkundgebung:

12.06.2013 | 15Uhr | Französische Botschaft
Pariser Platz; S+U Brandenburger Tor

 

In Paris, nahe des Bahnhofs Saint Lazare, wurde am frühen Abend des 5. Juni der Antifaschist Clément Méric von mehreren Nazis angegriffen und umgebracht. Er verließ gerade in einer kleineren Gruppe ein Geschäft, als eine Gruppe Skinheads sie gezielt attackierte. Ein Faustschlag, vermutlich verstärkt durch einen Schlagring, traf Clément so heftig, dass er nach hinten kippte und mit dem Kopf auf einen Poller aufschlug. Einige Stunden später ist er im Krankenhaus an diesen Verletzungen gestorben.

Fünf Angeklagte sind bisher von der Polizei gefasst worden, darunter der vermeintliche Haupttäter. Der Vorwurf lautet Mord.
In der Presse gab es Bekenntnisse des Entsetzens über die Grausamkeit der Tat, von Politiker_innen aller Couleur bis hinein in die rechtskonservative UMP. Es wurde die Aufklärung des Falls gefordert. Zehntausende gingen jedoch in den folgenden Tagen in größeren Städten Frankreichs auf die Straße, um ihre Solidarität mit Clément als anarchistischen Antifaschisten in teils ergreifender Weise zu äußern, denn es geht um mehr als diesen einen Fall. Schuld ist nicht nur der Hauptangeklagte, schuld ist die Politik, die solche Taten ermöglicht, schuld ist eine Gesellschaft, in der Hunderttausende gegen Homosexualität demonstrieren und die Teile der Bevölkerung rassistischer Gewalt aussetzt. Der Mord an Clément ist nur ein Beispiel für Gewalt gegen Menschen, die von der Mehrheitsgesellschaft nicht akzeptiert werden und durch Polizei, Staat und wütende Bürger_innen verfolgt, diskriminiert, angegriffen und umgebracht werden, jeden Tag.
Wir wollen daher an Clément gedenken, dessen Leben und Kämpfen durch brutale Gewalt plötzlich beendet wurde. Unsere Solidarität gilt seinen Nächsten und denen, die gemeinsam mit ihm für eine befreite Gesellschaft kämpfen.

Wir wollen all derer gedenken, die vor den Mauern der Festung Europa gestorben sind, all der Opfer rassistischer und ausgrenzender Gewalt, die keine große Aufmerksamkeit bekommen. Kein Vergeben, kein Vergessen. Erinnern heißt kämpfen!

Bringt Blumen mit, bringt Wut mit, zeigt Solidarität mit den Verfolgten und Diskriminierten!

Clément – à jamais un des nôtres!

Gedenkkundgebung:
Mittwoch, 12. Juni ab 15 Uhr vor der Französischen Botschaft am Brandenburger Tor, Pariser Platz, S-Bahnhof Brandenburger Tor

Lesung zum Thema Bücherverbrennung

###TERMINÄNDERUNG###

Mittwoch | 05.06.2013 | 18h | Schloss Hohenschönhausen

Antifaschistische Lesung zum Thema Bücherverbrennung.

Es werden Texte von Literaten verlesen, deren Werke den Bücherverbrennungen der Nazis vor 80 Jahren zum Opfer fielen.

Orga: BdA Weißensee/Hohenschönhausen unterstützt durch Antifaschistische Initiative Nord-Ost(AINO)

Adresse: Schloss Hohenschönhausen, Hauptstraße 44, 13055 Berlin

Anfahrt: M5, M17 oder 27 Hauptstraße/Rhinstraße

Antifa-Café im Mai: “Der Ausbruch”

Antifa-Café im Mai

Donnerstag | 23.05.2013 | 20h | Bunte Kuh (Bernkastelerstr. 78, 13088 Berlin-Weißensee)

 

Die spektakuläre Flucht aus dem Geheimgefängnis im südfranzösischen Castres gelingt am 16. September 1943. 35 politische Gefangene aus 11 Ländern retten sich vor der Verfolgung des Vichy-Regimes, das mit den Nazis kollaboriert. Vielen Gefangenen drohte die Auslieferung und damit Kerker und Tod. Jonny Granzow, langjähriger Journalist bei Radio Berlin International, hat den aufopferungsvollen Kampf der Männer und Frauen erforscht, die auch nach ihrer Selbstbefreiung die internationale Résistance gegen den Faschismus fortsetzten. Seine Dokumentation ist jetzt im französischen Verlag »Nouvelles Editions Loubatières« erschienen, Granzow hat sie in französischer Sprache verfasst.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Liberationweeks 2013 mit Unterstützung des VVN-BdA Hohenschönhausen-Weißensee