Veröffentlichungen

Antifa-Café im Juni + Kino

Antifa-Café im Juni + Kino

26.06.2014 | 20:00 Uhr | Bunte Kuh (Bernkasteler Straße 78)

“Janz weit draussen – der Film”. Am Stadtrand Nordost-Berlins haben sich letztes Jahr Gruppen, Projekte und Einzelpersonen zu einer Vernetzung zusammengeschlossen. Unter dem Namen “Janz weit draussen” entstand eine Kampagne, die subkulturelle Veranstaltungen in Marzahn, Hellersdorf, Französisch-Buchholz, Strausberg und Hohenschönhausen begleitete und unterstützte. Was da letztes Jahr so los war soll der in Eigenproduktion entstandene 45-minütige Filmbeitrag zeigen. Neben Live-Eindrücken von vor Ort sind auch Interviews mit Künstler_innen und Veranstalter_innen Teil des Films. Der Film beginnt um 20.15 Uhr. Orga: AINOn begleitete und unterstützte. Was da letztes Jahr so los war soll der in Eigenproduktion entstandene 45-minütige Filmbeitrag zeigen. Neben Live-Eindrücken von vor Ort sind auch Interviews mit Künstler_innen und Veranstalter_innen Teil des Films. Der Film beginnt um 20.15 Uhr. Orga: AINO

Antifa-Demo in Halberstadt: “Greif ein! Nazis & Rassist*innen keine Ruhe lassen”

Infoveranstaltung: 28.05. || 20 Uhr || Bunte Kuh
Demonstration: 14.06. || 14 Uhr || Halberstadt

Zugtreffpunkt: 14.06. || 10.40 Uhr || Berlin-Alexanderplatz (Regionalbahnsteig)

 

Für das Jahr 2014 stehen in Sachsen-Anhalt Kommunalwahlen an. Die NPD wird trotz massiver Probleme alles daran setzen, wieder in die lokalen Parlamente einzuziehen. Ihre Stimmen sammelt sie bereits jetzt mit widerlicher Hetze gegen geflüchtete Menschen. Durch direkte Aktionen in den vergangenen Jahren konnte in Halberstadt die Schließung eines lokalen Neonaziladens und später auch die Schließung der Landesgeschäftsstelle der NPD Sachsen-Anhalt aktiv unterstützt werden. Konzerte mit rechter Beteiligung bekamen verstärkt Gegenwind.

Doch auch 2014 wird es wieder Hunderte zu Nazi-Konzerten in den Harz ziehen und es werden wieder Übergriffe auf Menschen stattfinden. Trotz derzeitiger Schwäche lokaler Nazistrukturen – auf der Straße hat sich an der Grundstimmung gegen Flüchtlinge und Migrant*Innen im Harzkreis nichts geändert, während der Staat rassistische Flüchtlingspolitik im großen Stil betreibt. In Halberstadt ist die “Zentrale Aufnahmestelle für Asylbewerber“ des Landes Sachsen-Anhalt ein Ausdruck dieser Politik.Neben einer ehemaligen NVA-Kaserne, welche kilometerweit außerhalb der Stadt liegt, werden geflüchtete Menschen bereits in einer Turnhalle zusammengepfercht.

Die Lebensverhältnisse der Flüchtlinge vor Ort sind mehr als prekär. Aufgrund eingeschränkter Grundrechte ist ein selbstbestimmtes Leben nicht möglich. Der Umgang mit Flüchtlingen zielt darauf ab, möglichst wenige aufzunehmen, möglichst viele abzuschieben und dem Rest das Leben so unangenehm wie möglich zu gestalten. Sie werden vorallem als Kostenfaktor wahrgenommen, während deutsche Konzerne weltweit an bewaffneten Konflikten und Kriegen gut verdienen.

Im Rahmen der Kampagne “Greif ein! Nazis und Rassist*Innen keine Ruhe lassen!” werden wir uns mit den Verhältnissen theoretisch auseinandersetzen, die diese Zustände überhaupt erst ermöglichen. Dabei wollen wir auch ganz praktisch den Verantwortlichen und Profiteur*Innen rassistischer Ausgrenzung und rechter Übergriffe klar vor Augen führen, dass sich ihr Handeln auch auf ihren eigenen Alltag auswirken kann. Durch eine Demonstration mit überregionaler Beteiligung wollen wir unsere Solidarität mit allen Menschen in der Provinz zum Ausdruck bringen, die sich selbstbestimmt gegen Naziterror und den rassistischen Status Quo organisieren.

mehr Infos: http://eingreifen.blogsport.de

 

 

Blockupy dezentral: Kommt in den Antifa-Block!

Antifa Block auf der Blockupy-Demo Berlin: Nationalismus ist keine Alternative!
17.Mai 2014 | 12Uhr | Oranienplatz
www.mayofsolidarity.org | www.antifa.blockupy.org

 

Wo man auch hinsieht: Europa rückt nach rechts. Neofaschistische und nationalkonservative Parteien wie der Front National (Frankreich), die UK Independence Party (Großbritannien), die FPÖ (Österreich), die Schwedendemokraten (Schweden), Fidesz und Jobbik (Ungarn) und die Goldene Morgenröte (Griechenland) sind stark wie lange nicht. Gleichzeitig konstituieren sich in zahlreichen europäischen Ländern außerparlamentarische rechte Bewegungen, die wie in Frankreich gegen LGBTI*-Personen und Frauenrechte mobil machen oder wie in Tschechien und Bulgarien mörderische Pogrome gegen Roma organisieren.
 

Frankreich, Griechenland, Ungarn: Europäischen Rechtsruck stoppen!

Sozialchauvinismus, antimuslimischer Rassismus, Homophobie, Antifeminismus, Antiziganismus und – bei den neofaschistischen Parteien – auch Antisemitismus: Die Programmatik der im Einzelnen sehr unterschiedlichen rechten Parteien setzt sich aus verschiedenen ideologischen Bausteinen zusammen. In jedem Fall zentral ist die nationalchauvinistisch begründete Ablehnung der Europäischen Union. Auch in Deutschland sieht alles danach aus, als könnte die „Alternative für Deutschland“ (AfD) sich mit einem Erfolg bei der bevorstehenden Europawahl als „europaskeptische“ Option zwischen CDU/CSU und NPD etablieren. Dass eine derartige Politik gegenwärtig gut ankommt, verwundert kaum. Die seit 2007 akute Krise des Kapitalismus und die Austeritätspolitik der EU haben im Süden Europas zu sozialen Verwerfungen enormen Ausmaßes geführt und verursachen auch anderswo Verunsicherung und Abstiegsängste in der Bevölkerung.

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Info-VA: Die „Aktion T4“ und die Vernichtung von als „nicht lebenswert“ markierten Menschen im Nationalsozialismus

22.05.2014 | 20:00 Uhr | Bunte Kuh (Bernkasteler Straße 78)
Die „Aktion T4“ und die Vernichtung von als „nicht lebenswert“ markierten Menschen im Nationalsozialismus. Mehr als 200.000 Menschen wurden während des Faschismus ermordet, da sie als „lebensunwert“ galten. Weitere 400.000 Menschen wurden zwangssterilisiert. Grund dafür war, dass der „Volkskörper“ von „unwerten“ Leben gereinigt werden sollte. Dies hat neben den s.g. “Asozialen” vor allem Menschen mit Behinderung getroffen. Die Grundlagen dafür wurden jedoch bereits in der Weimarer Republik gelegt und waren somit keine „neue Erfindung“ der Nazis. Bei der Veranstaltung wollen wir die Genese der „Aktion T4“ beleuchten, wie diese durchgeführt wurde und aufzeigen warum es einfach nur makaber ist in diesem Kontext von Euthanasie zu sprechen. Weiterhin wird die Rollen des Krankenhaus Pankow-Buch, als lokale Institution, betrachtet.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Antifa-Cafés der Antifa Initiative Nord-Ost AINO statt und ist Teil der Mobi zur Dieter-Eich-Demo 2014.

Referent_innen: North-East Antifascists [NEA]
Veranstalter_innen: Antifa Initiative Nord-Ost [AINO]

Die Niederlande auf dem Weg nach Rechts!

Do. 24.April 2014 | 20.00 Uhr | Bunte Kuh | Bernkasteler Str. 78 | Weißensee

Referent: Jochem Visser (Socialistische Partij, Die LINKE)

Aktivisten-Talk: Geert Wilders und dessen “Partij voor de Vrijheid” (PVV) gelten im rassistischen und Islam-feindlichen Milieu international als politisches Vorbild. Die Faszination liegt nicht nur darin begründet, dass es Wilders vermag öffentliche Diskurse von rechts zu besetzen oder rechte Diskurse eigenständig an zuschieben. Der PVV ist es in den letzten Jahren immer wieder gelungen Realpolitik in ihrem Sinne
durchzusetzen. So war es der Partei möglich die Gelder für Entwicklungshilfe und öffentliche Fernsehsender drastisch zu reduzieren. Beides empfand die PVV als zu linksliberal. In einem Konflikt um marokkanische Jugendliche, setzte sich die PVV für die Stärkung von Schwulen- und Lesben-Rechten ein, um auf dem Ticket der Homophobie-Kritik rassistisches Wählerklientel für sich zu erschließen.

Die PVV wurde bei den Europawahlen 2009 zweitstärkste Kraft in den Niederlanden (17 %) und konnte vier Abgeordnete ins Europäische Parlamenten entsenden. Während die PVV 2004 mit nur einem Sitz im niederländischen Parlament vertreten war sind es heute insgesamt 12. Umfragen aus dem April prognostizieren ihr bei den Europa-Wahlen im Mai 24 Sitze.

Jochem Visser ist gebürtiger Niederländer und mit dem Politik der niederländischen Rechtspartei(en) sehr vertraut. Er wird über die den Aufstieg und die Politik der „Wilders-Partei“ berichten.

Veranstalter*innen: Antifaschistische Initiative Nord-Ost [AINO]
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe: „Den rechten Vormarsch stoppen!“